Schwedische Feuerschiffe (fyrskepp)

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Feuerschiffe sind Schiffe, die mit einer leuchtturmähnlichen Beleuchtungseinrichtung ausgestattet sind und vor Anker liegen, um Seeleute vor Gefahren (z. B. Riffs) zu warnen, Fahrwasser zu markieren oder als Leuchtturm zu dienen.  Fyrskepp SkanörDie Feuerschiffe wurden an Orten aufgestellt, an denen die Leuchttürme an Land den Seeleuten keine ausreichende Führung boten. Tagsüber signalisierten ein oder zwei große rote Kugeln in den Masten, dass sich das Feuerschiff in seiner Position befand und nachts wurde das Leuchtfeuer im Turm gezündet. Später wurden sie auch mit Funkbaken und Nebelschallgeräten ausgestattet.
Gemäß der internationalen Praxis waren die Feuerschiffe rot gestrichen, mit dem Namen des Standorts in großen, weißen Buchstaben an den Seiten des Schiffes. In den nordischen Ländern lagen die Feuerschiffe während der eisfreien Jahreszeit auf ihren Stationen. Sie wurden mehrfach modernisiert, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden. Die ersten vier Schiffe hatten keine Antriebsmaschine und mussten daher zu ihrem Einsatzort gesegelt oder geschleppt werden. Bei der Taufe erhielten die Feuerschiffe einen Namen, später sowohl eine Nummer als auch einen Namen.
Anfangs wurden in den Laternen Öllampen eingesetzt. Eine für Feuerschiffe spezielle Konstruktion war das sogenannte Linsenpendel, das das Licht unabhängig von der Krängung des Schiffes horizontal hielt. Neben dem Leuchtfeuer hatten die Feuerschiffe zunächst entweder eine Nebelglocke oder eine Nebelsignalkanone. Als sich die Technologie weiterentwickelte, wurden die Nebelsirene, das Typhon und das Nautophon eingesetzt.
1831 erwarb Schweden sein erstes Feuerschiff. Es wurde am Falsterborev unter dem Namen "fyrskepp Nr 00 Hermina" verankert und war mit zwei kleineren Kanonen für Nebelsignale ausgestattet. Insgesamt gab es 17 Stationen entlang der schwedischen Küste, die von 37 verschiedenen Schiffen bedient wurden. Von diesen waren 33 sogenannte Nummernschiffe, da sie bei ihrer Herstellung eine Seriennummer erhielten. Die Nummer wurde in der Regel am Heck angebracht und ist zusammen mit dem Sendernamen ein wichtiges Merkmal geworden.
Die Besatzung der Feuerschiffe war in Wachen eingeteilt. Ihrer Freizeit verbrachten die Besatzungsmitglieder mit Fischfang oder Schnitzarbeiten. Ab 1880 wurden auf den Feuerschiffen auch Beobachtungen zur Meteorologie und Hydrographie durchgeführt. Das letzte schwedische Feuerschiff wurde 1972 eingezogen.

Liste der schwedischen Feuerschiffe

  Fyrskepp № 00 Hermina
Fyrskepp № 0 Cyklop
Fyrskepp № 1 Finngrundet
Fyrskepp № 2A Sydostbrotten
Fyrskepp № 2B Almagrundet
Fyrskepp № 3 Grundkallen
Fyrskepp № 4 Falsterborev
Fyrskepp № 5 Utgrunden
Fyrskepp № 6 Svenska Björn
Fyrskepp № 7 Vulkan
Fyrskepp № 8 Svinbådan
Fyrskepp № 9 Diana
Fyrskepp № 10A Odin
Fyrskepp № 10B Fladen
Fyrskepp № 11 Irene
Fyrskepp № 12 Grepen
Fyrskepp № 13 Kalkgrundet
Fyrskepp № 14 Svinbådan
Fyrskepp № 15 Utgrunden
Fyrskepp № 16 Kopparstenarna
Fyrskepp № 17 Svinbådan
Fyrskepp № 18 Reserve
Fyrskepp № 19 Norströmsgrund
Fyrskepp № 20 Grepen
Fyrskepp № 21 Trelleborgsredd
Fyrskepp № 22 Västra Banken
Fyrskepp № 23 Kopparstenarna
Fyrskepp № 24 Reserve
Fyrskepp № 25 Finngrundet
Fyrskepp № 26 Reserve
Fyrskepp № 27 Malmö Redd
Fyrskepp № 28 Reserve
Fyrskepp № 29 Ölandsrev
Fyrskepp № 30 Grundkallen
Fyrskepp № 31 Megrundet
Fyrskepp № 32 Fladen
Fyrskepp № 33 Sydostbrotten

 

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